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EPoX 8KTA3+
Die Entwickler bei EPoX haben großartige
Arbeit geleistet. Es mag hier sicherlcih übertrieben klingen, doch
beizeiten ist das Design eines Motherboards geradezu ein Ausdruck
technischer Kunstfertigkeit, das 8KTA3+ ist ein solches Beispiel. Vom
Anblick her, wobei wir hier zunächst die technische Qualität auserauch
lassen, überzeugt das gutdurchdachte Layout und die Anordnung der
Komponenten.
Die 4 DIMM Lösung zum Beispiel empfinden wir als guten Ansatz. Wenngelich
sie auch nicht mehr als 1,5GB an Speicher aufnehmen kann (denn der
Chipastz läßt nicht mehr zu), so bietet diese Lösung doch ein höheres
Maß an Flexibilität in der Bestückung der DIMM Steckplätze mit
verschieden großen SDRAM-Modulen. Hat mal also beispielsweise noch vier
ältere 32MB SDRAM Speicher, so lassen sich diese alle zusammen verwenden
und man kommt also immer noch auf 128 MB gesamten Systemspeicher.
Die Steckplatz-Konfiguration von 1 AGP/ 6 PCI/ 1 ISA/ 0 AMR scheint uns
optimal. Auch wenn man im Normalfall die seche PCI-Steckplätze nicht
völlig ausnutzen wird, ist der Freiraum doch beruhigend. Zu beachten ist
hier allerdings wie stets bei PCI-Steckplätzen, dass mit geteilten IRQs
gearbeitet wird. So teilen sich PCI 1 und AGP, PCI4 und der HPT370A als
auch der PCI 6 und ISA jeweils einen IRQ. Die Einbindung eines sechsen
PCI-Steckplatzes anstelle eines AMR-Slote scheint uns zu diesem Zeitpunkt
noch vorteilhafter.
Desweiteren hat man sich gegen einen AGP
"Pro" Steckplatz entschieden. Anstatt den AGP-Slot
"Pro" kompatibel zu machen, hat man lieber einen
Sicherheitsriegel an das Ende des Steckplatzes gesetz, der eingesteckte
AGP-Karten im Steckplatz fixiert. Wir haben diese Riegel zuvor bereits bei
QDI gesehen, währende andere Hersteller sich ehr wenig darum bemüht
haben. In der Zukunft werden wir wahrscheinlich eine größere Verbreitung
dieses Sicherungsfeatures auf dem Markt sehen können.
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| AGP Karten-Riegel |
Die "3-Phasen-Stromversorgung" hat Tester im ganzen Web
beschäftigt, seitdem die ersten Sockel A Board hiermit bestückt
erhältlich wurden. Allerdings wurde diese leistungsstärkere
Transistorenanordnung für eine gleichmäßige Stromversorung von CPU und
Speicher erst in letzter Zeit wirklich relevant. Hinter der Bezeichung
"3-Phasen-Stromversorgung" ("3-Phase-Power") verbergen
sich 6 MOSFETs (Metal Oxide Semiconductor Field
Effect Transistors). Diese sind in drei Sets mit je zwei
Transistoren zusammengefaßt. Zuvor fand man auf den meisten Boards nur
zwei socher Sets. Mit dem Aufkommen der neuesten Athlon Prozessoren, die
eine wesentlich höhere Elektrizitätsaufnahme aufweisen, wurde jedoch
eine Verstärkung dieser Stromwandler-Transistoren vonnöten, da die
ursprüngliche "zwei-Phasen"-Lösung bei dieser Belastung nun zu
heiß wird und leicht Temperaturen von 65° erreichen kann. Die neuen
Sockel A Mainboards bieten nun fast alle diese
"3-Phasen-Stromversorgung". Doch auch in diesem Bereich war man
bei EPoX noch etwas mehr besorgt, und hat den Transistoren selbst noch
passive Kühler spendiert.
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MOSFETs...
mit Kühler |
Für den Fall, dass Sie bei der
Hardwareinstallation auf Probleme stoßen sollten, hat EPoX am
südwestlichen Rand des Mainboards eine Diagnose-LED integriert. Diese
Anzeige bietet zwei Ziffern LEDs, die im Verlauf der POST-Prozesses die
verschiedenen Codes anzeigt. Sollte etwas schief gehen, so kann man im
Idealfall von der LED-Anzeige einen Code ablesen, der Aufschluß über das
Problem bietet.
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Debug LED |
Ein weiterer Blick auf die Südwest-Front des Boards zeigt Möglichkeit
der Integration eines zweiten BIOS Chips auf dem Mainboard. Eine solche
Lösung ist interessant, wenn man in der Furcht lebt, sich seinen
BIOS-Chip beim Flashen zu zerschießen oder durch einen aggressiven Virus
zu zerstören. Leider ist der BIOS Sockel nicht ausgeführt.
Auch wenn uns das Board soweit sehr gefallen hat, gibt es da doch ein
einen Makel: ein Jumper, bezeichnet als "JP5". Dieser wird
benötigt um sich für 100MHz oder 133MHz FSB zu entscheiden. Wir werden
später noch weiter auf diese Achillesferse des Boards eingehen.
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