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ABIT VP6
Ausstattung

Was ist alles inbegriffen: Das Motherboard
selbst, eine gedruckte Version des Benutzerhandbuchs, eine CD mit
Treibern, Benutzerhandbuch und noch weiteren Extras; eine Diskette mit den
Treibern für den HighPoint 370 IDE Controller; ein Kabel für das
Diskettenlaufwerk; zwei
UDMA100 IDE-Kabel; ein Slotblech für zwei zusätzliche USB Kanäle. Auf
der CD finden sich praktischerweise sämtliche Sprachversionen des
Benutzerhandbuchs im PDF Format.
Noch eine weitere Anmerkung zur mitgelieferten CD: Sobald das neue System
denn endlich konfiguriert ist und vernünftig läuft, lohnt sich ein
weiterer Blick auf die CD, denn ABIT hat dort ein ziemlich freakiges Video
mit dem Firmenmaskottchen SoftJumpy beigepackt, das durch einen Seltsamen
Orkus skated und die Tiefen der Motherboardherstellung erforscht. Nett.
Layout:
Die Boardspezifikationen stellen sich wie folgt dar:
| CPU-Sockel |
Dual Socket 370 (Pentium III only) |
| Chipsatz |
VIA 694X-MP, 686B |
| AGP
Modus |
1X/2X/4X |
| PCI/ISA |
5/0 |
| FSB |
100/133 |
| USB |
2 + 2 (with header) |
| DIMMs |
4 |
| Formfaktor |
ATX |
| Maße |
245 x 305 cm |
| IDE
Protokolle |
33/66/100 x 4 |
| Hardwareüberwachung |
VIA Hardware Monitor |
| Extras |
HighPoint370 ATA100/RAID
Controller, ABIT SoftMenu
III |
Die 370-pin Prozessorsockel sind im 90°
Winkel zueinander am nord-westlichen Ende des Motherboards untergebracht;
damit hat man auf sie einen etwas schwierigeren Zugriff im Gehäuse als
seinerzeit mit dem BP6. Im Gegenzug erhält man jedoch einen wesentlich
praktischeren Zugriff auf den Netzteil-Stecker auf dem Board. Im Grunde
genommen ist die äußerste Nordflanke des Motherboards auch die einzige
Stelle, an der die Stromversorgung optimaler Weise ansetzen sollte. Seit
geraumer Zeit scheint dieser Ansatz nun auch von Mainboardhersteller in
die Tat umgesetzt zu werden. So eben auch bei ABIT auf ihren neueren
Boards.
Das Umfeld beider Sockel läßt angenehm viel Freiraum für starke Kühler.
Das wiederum war zu Zeiten des BP6 noch ganz anders. Dort haben allerlei
Widerstände den Freiraum massiv eingeschränkt, so dass Benutzer von
Golden Orb Kühlern schon mal die Feile ansetzen mußten, um den
Kühlkörper platzieren zu können. Das hat sich glücklicherweise
geändert und Transistoren und Widerstände wurde in die Ecken gedrückt.
Allerdings mss man trotz der Weiträumigkeit doch darauf hinweisen, dass
ein wenig Vorsicht bei der Befestigung oder auch dem Abnehmen von Kühlern
geboten ist. Insbesondere gilt das für solche Kühler, die ein Klammern
bieten, sondern einfach nur mit Kraft und einem Schraubenzieher
eingeklickt werden müssen. Hierbei kann man doch schon mal leicht mit
einem Widerstand in Konflikt geraten, sprich ihn im schlechtesten Falle
abbrechen. In der Praxis ist das nicht ganz so kritisch, zeigt aber doch
auf, dass man auch bei der Kühlerwahl auf solche technischen Details
achten sollte. Also Kühler mit benutzerfreundlichen Klammern kauft.
4 DIMM Steckplätze unterstützen bis zu 2GB SDRAM. In unseren Tests
gab es keinerlei Probleme beim mischen und austauschen verschiedener
SDRAM-Module. In der Vergangenheit hatte ABIT stets Texas Instruments
Datenbufferchips integriert, wenn auf einem Board vier DIMM-Steckplätze
geboten wurden (BX6 and KA7). Das wurde getan, weil ein vierter Steckplatz
nach den Chipsatzspezifikationen gar nicht vorgesehen war. Der 694X
Chipsatz hingegen unterstützt offiziell acht SDRAM-Bänke. ABIT hat diese
Chipsatzfähigkeiten voll ausgereizt.
Die Anzahl der PCI Steckplätze ist auf fünf beschränkt, da der der
HighPoint 370 Controller Chip einen PCI IRQ für sich beansprucht, dafür
werden aber ATA/100 und RAID onboard geboten. Der HPT370 Chip stellt
darüber hinaus zwei zusätzliche IDE Steckplätze zur Verfügung. Somit
kann man auf dem VP6 bis zu 8
IDE-Geräte betreiben. Die zwei nativen Anschlüsse sind blau, während
die zusätzlichen HighPoint Schnittstellen in grellem Orange gefärbt sind
und somit deutlich erkennbar markiert werden. Aufgrund der Verwendung der
neueren VIA 686B Southbridge unterstützen auch die nativen
IDE-Anschlüsse bereits das schnellere ATA/100 IDE-Datentransferprotokoll.
Die Zeit der ISA-Steckplätze scheint nun endgültig beendet, auch das VP6
bietet keine ISA Slot mehr.
In der süd-östlichen Ecke des Boards befinden sich die PN1 und PN2
Header und ein dritter Lüfteranschluss sowie eine Leuchtdiode, die sich
einschaltet sobald das Board ans Netz angeschlossen ist. Das VP6 hat weder
Audio noch Grafik onboard.
Alles in allem hat uns am Layout des VP6 nur eine Tatsache gestört, und
das war eine Leisterspule (L16), die sehr nahe an der eingesteckten
AGP-Grafikkarte platziert ist. Die Leiterspule und die Grafikkarte waren
so nahe beieinander, dass die Karte beinahe auf die Spule aufsetzte. Daher
entschlossen wir uns die Spule ein Tick weit Richtung Süden zu knicken.
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