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Übertakten & BIOS
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Autor: Arthur Wei
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ABIT VP6


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Übertakten und BIOS Einstellungen

Das VP6 war das erste VIA 694X Board von ABIT, das das SoftMenu III mit 1MHz-Schritten für die FSB-Einstellungen beinhaltete. Keines der zuvor vorgestellten "V" Boards (VA6, VT6X4, VL6, VH6) hatte dieses Feature. Allerdings ist auch das neuere VH6-II hiermit ausgestattet. Daher gehen wir davon aus, das dieses Feature mit dem Taktgenerator-Chip in Zusammenhang steht. Wie dem auch sei, Übertakten wird damit noch einmal leichter und punktgenauer gestaltet.

Selbst wenn man nicht mit dem CPU Takt herumspielen will, so ist es aber doch in jedem Falle mehr als ratsam, sich etwas um die Systemspeichereinstellungen zu kümmern, und diese aggressiver zu gestalten. Das ist um so ratsamer, da diese Modifikationen sehr einfach sind und ein riesiges Plus an Leistung mit sich bringen. Und so geht's: Im BIOS unter "Advanced Chipset Features" finden sich vier Zeilen, die jeweils "DRAM Timing" anzeigen, also für jeden DIMM-Steckplatz ist eine individuelle Einstellung möglich. Stellen Sie die Einstellungen für den Steckplatz, den Sie mit SDRAM bestückt haben auf "Turbo".  Ändern Sie "DRAM Bank Interleave" zu 4-Way und "SDRAM Cycle Length" zu 2. Weiter setzen Sie für "Fast R-W Turn Around" den Wert auf Enable. Abschließend sollte die Einstellung für "Delay DRAM Read Latch" auf "no delay" angepaßt werden.

Auch den Prozessor zu übertakten ist eine einfach Angelegenheit und nicht allzu gefährlich, solange man darauf achtet, die Voltagen nur soweit auszuspielen, wie es der Kühler kompensieren kann. Um sicher zu gehen sollte man unter "PC Health Status" einen Temperaturwert eingeben, der, wenn überschritten, eine Warnung von sich gibt. Ein Wert um die  50°C sollte hier bei Intel Prozessoren ein gesundes Maximum darstellen.

Die Geschwindigkeiten der CPU berechnet sich auf dem Front Side Bus (FSB) mal genommen mit einer Nummer, die als Multiplikator bezeichnet wird. Wir verwendeten zwei 800MHz PIIIs mit einem FSB von 133MHz; daher ist der Multiplikator unserer CPUs 6. Der Multiplikator ist bei PIIIs unveränderbar. Allerdings kann man den "CPU Operating Speed" (im SoftMenuIII) ändern und auf "User Define" setzen. Somit können wir durch Veränderung des FSB (im Soft Menu als "Host Clock" bezeichnet) die CPU Geschwindigkeit abändern. 

ABIT stellt zwei Möglichkeiten zur Verfügung, und das zu erreichen: Die "Host Clock" Einstellungen erlauben es, den  FSB in groben Schritten zu verändern. So ist beispielsweise die nächst höhere Einstellung nach einem FSB von 133(MHz) die 140, die nächste Einstellung hier nach liegt dann erst wieder bei 150. Da wir keine Probleme hatten bei der Übertaktung bis auf 140, versuchten wir als nächstes die 150. Aber bei diesem Takt gelang es uns nicht mehr, Windows hochzufahren. Zu diesem Zeitpunkt war der Punkt gekommen, auf die zweite Methode zurückzugreifen: "FSB Plus" macht es möglich, das Übertakten in 1MHz Schritten fortzufahren. Also haben wir zu den erfolgreichen 140 ein weiteres Mhz hinzugefügt. Auch kein Problem. Als wir dann allerdings noch ein weiteres Mhz höher gingen, konnten wir nicht mehr korrekt Windows hochfahren. Das Ende der Fahnenstange war also mit 141 erreicht. Damit hatten wir eine CPU Geschwindigkeit von 846MHz erreicht.

Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, benötigt der Prozessor häufig ein wenig mehr Saft. Dazu haben wir die core voltage ("Vcore") um .05V über die Voreinstellung angehoben und die I/O Voltage um .1V erhöht..

Die ereichten 141 im Dualbetrieb waren zwar ganz nett, aber wir gingen davon aus, dass der Chipsatz und die CPUs noch mehr zu bieten hätten. Also entschlossen wir uns, das VP6 nur mit einem Prozessor zu bestücken, und zu sehen, wie weit sich dieser unter solchen Bedingungen tunen lassen würde. Interessanterweise konnten wir beide Prozessoren im Einzelbetrieb jeweils bis auf 158 pushen. Warum also konnten die beiden im Dualbetrieb nicht auf diese Werte kommen? Einer der Hauptgründe wird wohl darin bestehen, dass das VP6 keine separaten Einstellmöglichkeiten der CPU Vcore bietet, wie das noch auf dem BP6 der Fall war. 

Weitere BIOS tweaks:

DRAM Clock: Hier gibt es drei Optionen: Host Clock (1), Host Clock+PCI (2) oder HostClock-PCI (3). Da PCI hier ein Viertel des FSB ist, bedeutet das

(1) dass man seinen Speicherbus mit der selben Geschwindigkeiten laufen lassen kann wie der FSB
(2) dass man seinen Speicherbus mit 125% des FSB laufen lässt, oder 
(3) dass man seinen Speicherbus mit 75% des FSB laufen lässt.

Unser Speicher war PC133, hatte allerdings auch keinerlei Schwierigkeiten mit 141Mhz zu laufen.


Hardwired IOQ: Alles ABIT dieses Feature das erste Mal auf einem BX Chipsatz Board vorstellte, trug es noch den Namen "In-Order Queue Depth". Die möglichen Einstellung variieren von Chipsatz zu Chipsatz; auf VIA 694X gibt es die Wahl zwischen 4 oder 1. Der höhere Wert ist hierbei besser. So wähle man denn 4.

AGP Settings (unter "Advanced Chipset Features"): Wenn Sie eine AGP4X Karte verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie "AGP4X" und "AGP Fast Write" auf enabled stellen. Die "AGP Aperture Size" und "AGP Driving Control" Einstellungen verbessern hingegen die Performance auch dann nicht, wenn man sie auf die maximalen Einstellungen setzt. Hier kann man die Einstellungen ruhig auf "auto" belassen.

Anmerkung: Sollten Sie aufgrund dieser Einstellung Probleme bekommen Windows hochzufahren, gehen Sie einfach ins BIOS zurück und wählen die Option "Restore Default Settings". Somit werden die ursprünglichen Einstellungen wieder eingerichtet. Wenn es allerdings sogar soweit gekommen ist, dass Sie nicht einmal mehr ins BIOS vordringen können. Nehmen Sie Ihre System vom Stromnetz und setzen Sie den CMOS Jumper (dieser befindet sich südlich von der Batterie) auf Pin 2 und 3. Belassen Sie ihn dort für einige Sekunden, und setzen Sie ihn dann wieder um. Fahren Sie Ihr System wieder hoch, und die Ursprungseinstellungen im BIOS sind wieder hergestellt.

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