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ABIT VH6, VT6X4, BF6
ABIT VH6

Mit dem FC-PGA
Prozessorsockel ist dieses Board für Slot 1 CPUs nicht mehr zu verwenden,
denn in diese Richtung gibt es keinerlei Adapter mehr. Allerdings laufen
ältere PPGA CPUs reibungslos und leistungsstark.
ABIT hat dem Board noch einen ISA Slot spendiert, wovon die meisten
anderen Hersteller bereits abgehen. Das kann noch für alte Netzwerkkarten
oder aber Soundkarten interessant sein. Ansonsten gibt es heutzutage nichts
mehr für ISA Steckplätze zu kaufen. Da das VH6 bereits durch den Apollo
Pro 133A Chipsatz IDE Geräte mit dem zeitgemäßen ATA/66 Transfermodus
ansprechen kann, werden auch 80-polige IDE Kabel benötigt. ABIT legt ein
solches, das leider in der Regel noch recht teure ist, bereits dabei.
Ferner gibt es gratis ABITs eigene Linux Distribution Gentus,
die auf Red Hat basiert und um ABIT eigene Features bereichert wurde, so sind
beispielsweise bereits Treiber für die ABIT Grafiklösung im Kernel
enthalten.
Praktisch ist die
Treiber CD. Denn auf ihr sind nicht nur die benötigten Treiber enthalten,
sondern auch das Handbuch, die ABIT Webseite und die Freeware Programme
PointCast, das News und Börsenkurse in Echtzeit anzeigt, wenn man im
Internet ist, und Inforia Quest, ein Suchdienst, der mehrere Suchmaschinen
gleichzeitig abfragt.
Das Handbuch ist
in deutsch und besticht in seiner Ausführlichkeit, denn auch allgemeine
Hardware Themen werden ab und an erklärend gestriffen. Besonders gut ist
allerdings die intensive Erläuterung der verschiedenen BIOS Funktionen.
Für ABIT neu ist
auch, dass im Handbuch die Kontaktadressen der Servicezentren im
Anhang erwähnt werden. Man findet dort Email, Telefon und sogar die
Hausanschrift.
Da wir in unseren
Tests bisher keine VIA Chipsatz basierenden Mainboards vorgestellt haben,
scheint es uns an dieser Stelle ratsam, zunächst ein paar Worte über die
Inbetriebnahme eines solchen Mainboardes zu verlieren, da hier doch einige
Besonderheiten auftreten. Waren die Mainboards aus unseren vorherigen
Tests allesamt sehr puristische Zeitgenossen, so finden wir bei den hier
getesteten onboard Audio. Ferner will der VIA Chipsatz auch mit IDE und
PCI Bridge Treibern versorgt sein, die von denen der Intel BX Chipsatz
basierenden Mainboards abweichen.
Zunächst haben
wir unsere 20GB Festplatte als eine Partition installiert. Nach der
prinzipiellen sauberen Neuinstallation von Windows 98 geht es an die
Treiberinstallation, da VIA Chipsätze in aller Regel noch zusätzliche
und recht umfangreiche Treiber brauchen. Die von ABIT mitgelieferte CD
zeigt dabei einen Mangel auf, der zumindest bei hektischen Neulingen
Probleme verursachen kann. Der Read me first Menüpunkt befindet
sich ganz unten in der Menüauswahl. Wäre es nicht angebrachter, diesen
Eintrag ganz nach oben zu stellen? Nun gut, wir gehen an die
Treiberinstallation.
- Zunächst
der VIA Service Pack, dieser ist für Win98 notwendig, während
Win 98 ZA (SE) diesen laut Anleitung nicht benötigt. Auch hier eine
Schludrigkeit, denn auf der ABIT CD heißt es VIA Srevice
Pack. Dann geht es an den PCI Miniport-Treiber, der für Win98
installiert werden muss.
- Nun
stehen die VIA Audio-Treiber an. Man muss also wieder auf die CD zurückgreifen
und diese extra installieren. Das geht schnell und ein Neustart wird nötig.
- Als
letztes wird die VIA Hardware Monitor Software installiert. Auch das
geht zügig und unproblematisch.
Bei dem erneuten
Start von Win 98 wird man dann auch gleich mit dem Windows Sound begrüßt,
die Installation der Treiber lief also erfolgreich ab.
Weiter haben wir Office 2000 installiert und auch hier gab es keinerlei
Probleme, und Neustart. Wir waren zufrieden.
Schließlich haben
wir auf dem PCI Steckplatz neben dem AGP Slot eine WinFast S680
Multimediakarte installiert. Die Grafikkarte selbst lief anstandslos, doch
als wir Videos über S-Video einspeisen wollten, führte dass immer wieder
sofort zum Reboot.
Auch muss ein
nicht gravierender aber doch unangenehmer Tatbestand erwähnt werden, der
bei allen drei Testkandidaten auffiel. So sind die DIMM Steckplätze so
nahe an den AGP Slot gelegt, dass, wenn man eine etwas längere
Grafikkarte (z.B. Elsa Gloria II) verwendet, diese die DIMM-Riegel blockiert. Möchte man also
seine SDRAM Bausteine wechseln oder austauschen, so muss jedes Mal zunächst
die Grafikkarte entfernt werden
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