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ABIT VH6, VT6X4, BF6
ABIT BF6

Das BF6 war in
diesem Test der Oldtimer. Es ist ein klassisches und reines Intel
BX-Chipsatz Mainboard, das in Übertakterkreisen geradezu als Overclock-König
gilt. Wir haben jedoch auf die Übertaktbarkeit in diesem Test völlig
verzichtet, um nur die reinen Leistungswerte aufzuzeigen und zu
vergleiche, die jeder Anwender bei einfachster Sofortinstallation erhalten
würde. Auch dieses Board ist noch mit einem Slot 1 bestückte und eignet
sich daher immer noch sehr gut für langsame Aufrüster. In unseren Test
stellte sich diese Plattform als am stabilsten und belastbarsten dar.
Trotzallem muss angemerkt werden, dass dem Board aufgrund des recht alten
Chipsatzes viele moderne Features abgehen. So ist ein ein FSB von 133 Mhz
nicht vorgesehen. Obwohl ABIT eine kleine Broschüre BX 133
Overclocking Guide beipackt, wird die Funktionalität aufgrund der
Intel Spezifikationen nicht garantiert. Ausserdem würde man die
Grafikkarte damit gleichzeitig übertakten müssen, und das halten wir für
den Normalanwender für nicht ratsam. Ferner gibt es keine Möglichkeit
den AGP X4 Modus moderner Grafikkarten zu nutzen.
Überzeugend
hingegen sind die sechs PCI Steckplätze, die nun wirklich für ein
Maximum an Ausbaumöglichkeiten sorgen.
Und, geradezu ein Steckenpferd von ABIT, ein ISA Slot wird auch
noch geboten. Was darüber hinaus auffällt sind DIP Schalter auf dem
Board. Obwohl die Hauptplatine mit dem ABIT Soft Menu ausgestattet ist,
kann man alternativ die CPU Einstellungen auch über DIP-Schalter
vornehmen. Ein weiterer praktischer Gebrauch der DIP Schalter liegt darin,
das Soft Menu im BIOS zu deaktivieren, so dass nicht mehr
software-technisch an den CPU Einstelllungen gespielt werden kann. Firmen
sowie Integratoren werden sicherlich dankbar dafür sein.
Weiterhin wird ein
Thermosensorkabel mitgeliefert, das auf dem Mainboard angebracht an jede
beliebige Komponente zur Wärmeüberwachung angelegt werden kann. Die
mitgelieferte Hardware Doctor Software übernimmt die Kontrolle unter
Windows.
Die Installation
verlief gänzlich ohne jedwede Probleme. Allerdings muss man acht geben,
wenn man eine neuere CPU verwendet und das Mainboard schon länger beim Händler
gelegen hat. In einem solchen Fall ist es nämlich wahrscheinlich, dass
das BIOS neuere CPUs noch nicht erkennen kann. Denn das ursprüngliche
BIOS ging nur bis maximal 600 Mhz Bustakt für Prozessoren. Will man die
Einstellungen der verschiedenen Parameter nicht gänzlich von Hand
vornehmen, ist ein BIOS Update unumgänglich. Wir raten ehedem speziell in
diesem Fall zu dem neuesten BIOS.
Ansonsten muss man
nur den PCI Bridge Treiber installieren und den Hardware Doctor für die
Systemüberwachungsfunktionen, und das war es. Also doch noch etwas
komfortabeler als als bei den VIA Chipsatz Boards.
Wie bereits auf
dem VT6X4 können auch auf diesem Slot 1 Mainboard PPGA und FCPGA
Prozessoren vermittels einer Adapterkarte betrieben werden.
Sechs PCI Slots bieten höchste
Ausbaufähigkeit. Das Board glänzt durch beste Stabilität und große Übertaktbarkeit.
Negativ und noch ausgeprägter als bei den beiden anderen Kandidaten fiel
bei diesem Motherboard eigentlich nur wieder auf, die DIMM Steckplätze
sind so nahe an den AGP Slot gelegt , dass, wenn man eine etwas längere
Grafikkarte verwendet, diese die DIMM-Riegel blockiert.
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