Die Karten
Die
wesentlichsten Unterschiede der verschiedenen Karten liegen in
Geschwindigkeit der GPU (Graphics Processing Unit = Grafikprozessor auf
der Karte selber), der Füllrate und der Geschwindigkeit des
Grafikspeichers. Während der Grafikspeicher vom Hersteller in seiner
Geschwindigkeit frei gewählt werden kann, ist die GPU Geschwindigkeit
(Takt) festgelegt. Das heißt also, auch eine "minderwertigere" Grafikkarte
könnte mit wesentlich schnellerem Grafikspeicher bestückt werden. In der
Praxis sind dem natürlich sinnvolle Grenzen gesetzt. Denn ist der
Grafikspeicher so schnell, dass die GPU nicht nachkommt, wäre eine solche
Investition reine Verschwendung, da schnellerer Speicher auch teurer ist.
Des weiteren bieten verschiedene GPUs über ihren Takt und ihre Füllraten
hinaus aber auch noch andere Fähigkeiten. Das werden wir gleich auch sehr
deutlich in unseren Benchmarks sehen. Insbesondere ist die GF4 MX
Karte ohne Bump Mapping und ohne Pixel Shading ausgestattet. Im Fazit
werden wir dann jedoch sehen, dass das weglassen solcher Funktionen
tiefgreifende Auswirkungen auf die Kosten haben wird.
Von besonderem
Interesse für Performance-Fanatiker werden natürlich die GF4 Ti Karten
sein. Diese Karten sind in ihrer Leistungsfähigkeit im Vergleich mit den
derzeit erhältlichen Grafikkarten eindeutig überragend. Auf der Abbildung
unten haben wir daher als Beispiel einmal die ABIT Siluro Ti4400 genauer
abgebildet. Auffallend ist bei ABIT hier die Kühlung der Speicherbausteine
sowohl von vorne als auch von hinten. Etwas bedauerlich hierbei ist jedoch
die Klebebefestigung dieser Kühlelement. Bei dem Chipsatzkühler hingegen
hat man eine wesentlich praktischere Steckvorrichtung verwendet, die einen
einfachen Austausch ermöglicht; der aktive Lüfter ist außerdem auf die
Kühlelemente verschraubt. Also auch hier ist ein leichter Austausch
möglich.
ABIT Siluro
Ti4400
Angenehm bei den nVidia
GeForce 4 Grafikkarten ist der Umstand, dass nun auch auf den
nVidia-Karten die Möglichkeit geboten wird, zwei Monitore zugleich über
eine Karte ansteuern zu können. Hierfür hat ABIT eine nette wie auch
simple Lösung bereit. Die GF4 Grafikkarten sind alle mit einem DVI Ausgang
bestückt. Dieser ist in erster Linie für den Anschluß von digitalen
Monitoren gedacht, insbesondere bei größeren Flachbildschirmen auf
TFT-Basis interessant. Bei den Siluro Grafikkarten wird darüber hinaus
jedoch ein DVI-auf-VGA Adapter mitgeliefert. Dieser ermöglicht es, über
den DVI-Anschluß einen normalen Monitor zu betreiben und somit die
TwinView Fähigkeiten der Ti4400 und der Ti4600 zu nutzen.

Sämtliche Karten sind mit einem englischen Handbuch in
gedruckter Form versehen, auf der CD findet man allerdings auch eine
deutsche Version des Handbuchs. Die Treiberroutinen werden automatisch
während der Installation auf die Systemsprache eingestellt.
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