ABITs GeForce2 MX400: Siluro T400
Einleitung

Mittlerweile ist die GeForce2
MX GPU von Nvidia wohl unschlagbar zu einer der bekanntesten Grafikkarten
auf dem Markt geworden. Die MX bietet eine vergleichbare Leistung zur
Top-Vorgängerin der originalen GeForce Karte, das aber zu einem
wesentlich niedrigeren Preis. Für den Normalanwender macht es kaum Sinn,
sich für etwas anderes zu entscheiden als die MX-Variante. Ein Knaller für
wenig Knete.
Nvidia ist sich sehr wohl
bewusst, dass sie mit Karten wie der GeForce2 Ulta und der GeForce 3
Schlagzeilen machen und bekommen, aber gleichzeitig sind es jedoch die
MX-Karten, die wirklich in riesigen Stückzahlen über den Tresen des
Hauses gehen und Nvidia tut einiges dafür, dass dem auch so bleibt. Zunächst
wurde der Chip als GeForce2Go verpackt, um in Laptop-Computern 3D Spiele
zu ermöglichen. Und nun wird der bald 1 Jahr alte Chip noch mal
aufgepeppt, um auch weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.
Der erste Aspekt dieser
Aufpepp-Maßnahme war die Zweiteilung der MX-Serie. Nachdem der MX-Chip
zunächst als „GPU for everyone“ (Grafikprozessor für jederman)
angepriesen wurde, gibt es nun jedoch stärkere Konkurrenz in Form von
ATIs Raedon VE und Matroxs G450. Desweiteren muss Nvidia den TNT2 Ultra
aus Rentabilitätsgründen auslaufen
lassen (dieser, einige mögen es kaum glauben, erfreut sich in vielen
Teilen der Welt noch immer großer Beliebtheit). Um also diese zwei
Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, hat Nvidia den günstigen neuen
GeForce2 MX200 entwickelt. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um den
selben Chip, nur dass der Speicherbus und die Bandbreite halbiert wurden.
Der zweite Aufpepp-Aspekt besteht in der Erhöhung des 175Mhz Kerntaktes
der MX um 25Mhz und der Umbennung in GeForce2 MX 400.
Die erste GeForce2 MX 400
Karte, die ihren Weg ins AAPC Testlabor finden konnte, war die Siluro T400
von ABIT. ABIT ist in der
Motherboard-Branche bereits ein fester Begriff, nun hat man sich bei ABIT,
ebenso wie eine Vielzahl anderer Mitwettbewerber dazu entschieden, auch
Nvidia-basierende Grafikkarten herzustellen. Der ersten Gehversuche zu
beginne haben vielleicht nicht gerade den absoluten Top-Bereich getroffen,
konnten aber mit dem cool-komischen Namen Siluto („Siluro“ heißte im
Italienischen Torpedo) doch stets über dem Durchschnitt abschneiden.
Im Unterschied jedoch zu ihren
Motherboards haben die Entwickler bei ABIT für die Grafikkarten einen
wesentlich konservativen Ansatz gewählt. So hält man sich aus dem
top-teuren Segment heraus und wagt sich noch nicht auf das Territorium von
GeForce mit DDR oder GeForce2 Ultra Karten. Darüberhinaus wurden bei den
ersten Serien nur verhältnismäßig geringe Mengen produziert, um sich
der extrem hohen Fluktuation und den sehr volatilen Preisschwankungen auf
dem SDRAM-Markt zu entziehen. Das ist mit Sicherheit ein sicherer wenn
auch nicht aufregender Business-Plan.
Alles
zusammen genommen resultiert in sehr guten Karten, das heißt, wenn man
denn eine erheischen kann. Bisher haben wir die Siluros fast ausschließlich
in Europa ausmachen können und ein paar sind wohl auch in den USA
aufgetaucht. Es ist also Zeit, einen Blick darauf zu werfen, wie sich die
T400 in die Tradition ihrer Vorgänger einpasst.
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