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 NHL 2001 


Überblick:
Grafik
Sound
Gameplay
Fazit
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Autor:  Boris
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NHL 2001 (EA Sports)

Wie jeden Herbst bescheren uns die kanadischen EA-Sports-Programmierer dieses Jahr ein neues Spiel aus ihrer beliebten NHL-Reihe: NHL 2001.

GRAFIK
Die Grafik dieses Spiels sieht unverschämt gut aus. Im Vergleich zum Vorgänger NHL 2000 sind die Animationen der Spieler noch flüssiger und realistischer geworden. Die NHL-Recken flitzen so lebensecht über das Eis, dass die Grafik beinahe wie bei einer Fernsehübertragung wirkt, auch an das Publikum wurde gedacht, denn NHL 2001 ist eines der wenigen Spiele, in denen es animiert ist. Doch das eigentliche Sahnehäubchen sind die, im Vergleich zu NHL 2000, noch verfeinerteren Gesichtstexturen, die den echten Spielern schon sehr nah kommen! Diese gibt es zu bewundern bei zahlreichen Zwischensequenzen, wie etwa bei einer Strafzeit, bei der sich der Übeltäter nur widerwillig und wild gestikulierend auf die Strafbank setzt. Aber auch im eigentlichen Spiel kann man sich gelungene oder spektakuläre Situationen in der Wiederholung aus allen möglichen Blickwinkeln ansehen und die realistischen Gesichter bestaunen.

Darius Kaspararaitis und Jaromir Jagr in Aktion

Stichwort Gesichter:
wie schon beim Vorgänger kann der Spieler einen eigenen Mann kreieren, seine individuellen Werte bestimmen (z.B. Alter, Gewicht, Spielposition, Schussstärke u.s.w.), ihn mit dem eigenen Namen versehen (die Kommentatoren nutzen für erstellte Spieler Vornamen aus einem vorgegebenem Pool) und sein eigenes Portrait einscannen, das in die Spielgrafik konvertiert wird. Auch ist es erstmalig möglich ein eigenes Team mit selbst erstelltem Teamlogo zu erstellen. So macht eine Saison gleich doppelt so viel Spaß...

Im Vordergrund ein Beispiel für die realistischen Gesichtstexturen, 
im Hintergrund blockiert der Pittsburgh-Keeper Aubin 
den Puck in größter Not

Von den zahlreichen Kameraperspektiven sind eigentlich nur die beiden Überkopfkameras, die Presse- und die Eiskamera zu empfehlen, da die anderen Möglichkeiten zwar sehr schön aussehen, aber für das schnelle Spiel zu unübersichtlich sind.

SOUND
Wie bei modernen Sportspielen üblich, kommentieren zwei Sportkommentatoren das laufende Spiel. Die beiden sind nicht so bekannt, wie zum Beispiel Poschmann und Dahlmann aus der FIFA-Reihe (ebenfalls EA-Sports), doch im Vergleich zu den genannten Fußballfachleuten machen sie ihren Job sehr gut. Während des Spieles erfährt man viel Wissenswertes über die wichtigen NHL-Spieler und die Kommentare passen auch wesentlich besser zur jeweiligen Situation, als die der "Konkurrenz", die doch häufig danebenliegt.
Der übrige Stadionsound trägt viel zur Spielatmosphäre bei : obligatorischer Jubel vom Publikum, Stadionsprecher und auch eine Orgel, die beim Einmarsch ins Stadion und tollen Lichteffekten die amerikanische Nationalhymne anspielt.
Auch der Sound während des eigentlichen Spiels ist sehr gelungen : die Kufen kratzen auf dem Eis und die Bodychecks krachen knackig aus den Boxen.

Pittsburgh’s Kasparaitis bei der Arbeit


GAMEPLAY
Das Gameplay ist sehr ausgereift. In der schwierigsten Spielstufe haben auch NHL-Veteranen zunächst Schwierigkeiten gegen den sehr clever agierenden Computergegner zu bestehen, obwohl die Steuerung im Vergleich zum Vorgänger weitestgehend gleich geblieben ist. Doch durch mehrere gut abgestimmte Schwierigkeitsgrade und einer großen Spieloptionsvielfalt, in der man die Regeln, wie Abseits und Icing zu- und abschalten kann, können sich auch NHL-Neulinge an das Spiel wagen.
Am besten lässt sich dieses Sportspiel mit einem Zehntasten-Gamepad steuern, empfehlenswert ist hier vor allem das Microsoft Sidewinder Gamepad, da bis zu vier Pads zusammengesteckt werden können und so spannende Multiplayer-Partien vor einem Rechner möglich sind.
Mit einem solchen Gamepad und ein wenig Übung zaubert man bald die schönsten Kombinationen auf das Eis, die auch immer öfter zu schönen Toren führen.

Schöne Direkt-Abnahme, die zu einem Tor führt. 
Der Puck ist zur besseren Übersicht dunkel unterlegt


Das eigentliche Gameplay ist sehr flüssig und schnell (wie es bei einer Eishockey-Simulation sein muss) und wird durch die schon erwähnten (abschaltbaren) Zwischensequenzen gelegentlich unterbrochen. Diese Unterbrechungen sind oft auch dringend nötig, um in turbulenten Spielen zwischendurch zu verschnaufen...
Selbstverständlich verfügt das Spiel über die offizielle NHL-Lizenz, die alle aktuellen Spieler und Teams umfasst. Die Teamkader sind nicht ganz aktuell, können aber auf www.nhl2001.com aktualisiert werden. Im Vergleich zu NHL 2000 sind zwei neue Teams hinzugekommen : Columbus Blue Jackets und Minnesota Wild. 
Statistikfreunde werden sehr gut bedient, denn es können alle wichtigen Werte (und auch unwichtige) zu Teams und Spielern während einer Saison mitverfolgt werden, allerdings hat es EA-Sports geschafft, die schon nicht gerade übersichtlichen Menüs aus NHL 2000 noch unübersichtlicher und unattraktiver zu gestalten.

FAZIT
NHL 2001 ist definitiv eines der besten Sportspiele zur Zeit, und das nicht nur wegen der tollen Grafik, sondern auch wegen des hervorragenden Gameplays. 
Es gibt eigentlich nur zwei kleine Mankos : die unübersichtlichen Menüs sind zu vernachlässigen, doch die beschriebene Grafik verlangt nach viel Rechenpower. Interessierte sollten einen dicken Prozessor und eine Grafikkarte der neueren Generation besitzen, gerade bei höheren Aufösungen.
Wer sich auch nur annähernd für Sportspiele im Allgemeinen, und Eishockeyspiele im speziellen, interessiert kommt an NHL 2001 nicht vorbei. Auch Besitzer des Vorgängers dürfen bedenkenlos zuschlagen.

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