Vor
über einem Jahr wurde die Computer Industrie ein wenig aufgerüttelt,
als Siemens Nixdorf (Deutschland) und Acer
(Taiwan) ankündigten, dass die PC Abteilung von Siemens and den
taiwanesischen PC Riesen der Acer Gruppe verkauft werden sollte.
Zu jenem Zeitpunkt musste Siemens nicht nur feststellen, wie sehr
die Verkaufszahlen im PC Segment litten, sondern wurde sich auch bewusst,
dass die weltweite Marktpenetration sehr zu wünschen übrig lie?
Das obwohl Siemens damals eine sehr starke Stellung im lokalen
deutschen Markt hatte. Somit
begannen im April 1998 SNI und Acer die Gespräche über ein
Gemeinschaftsprojekt im PC Bereich. Siemens
stellt sich vor, selber weiter den high-end Bereich zu beliefern, während
Acer sich dem generellen PC Segment widmen würde.
Die SNI Produktionsstätte in Augsburg sollte dann ein starker
Produktionsbrückenkopf für Acers PC und Mainboardherstellung in
Europa werden. Damit wäre
Acer die zweite asiatische Unternehmung geworden, die direkt in Europa für
den europäischen Markt produziert Davor hatte Mitsubishe schon ein
Mal versucht, die Mainboardproduktion nach Europa (Großbritannien)
zu verlegen. Damit hatte man
allerdings nur wenig Erfolg. Daraufhin
hat man bei Mitsubishi ebenfalls im April letzten Jahres damit begonnen
die Mainboardherstellung auszulagern und das Kind bekam auch einen neuen
Namen, um das alte Image abzustreifen.
Seitdem werden die Mitsubishi Mainboards unter dem Namen Trimond
verkauft. Insgesamt gesehen
kann man allerdings sagen, dass dieses Unterfangen bisher nicht von Erfolg
gekrönt ist.
Aber
zurück zu Siemens.
SNI und Acer hielten ihre langandauernden Gespräche gerade
inmitten der Asienkriese und so mußte man die Verhandlungen schließlich
abbrechen, weil, nach Angaben von Siemens, die Finanzierungsvorhaben von
Acer nicht gut genug abgesichert seien.
Doch Insider sagen, damit seien nicht unbedingt die wahren Gründe
genannt worden.
Nach
einem weiteren Jahr wog
Siemens noch immer Optionen ab, mittels derer man seine Position
auf dem Weltmarkt verbessern könne. Während man sich weiter in
deutscher Kontemplation übte, kündigte sich bereits ein neuer
Retter an, der Siemens in die Sphären des globalen Marktes tragen
sollte, Fujitsu aus Japan trat auf den Plan. Siemens
und Fujitsu begannen Gespräche und unterschrieben gemeinsam ein
Memorandum of Understanding über eine zukünftige Kooperation.
Die Absicht liegt darin, die europäischen Aktivitäten
zuzammenzuführen und somit zweitgrößter PC Hersteller
neben Compaq zu werden. Für den Weltmarkt wird mittelfristig Platz
drei angestrebt.
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