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die Merkmale des i810

(5.10.1999)

Die Integration von Grafik und Audio auf dem Mainboard selbst stellt für einen Großteil der Mainboardhersteller eine weitere Herausforderung da und resultiert in einer nicht unwesentlichen Ausweitung der Entwicklungsabteilungen.  Seit einem halben Jahr werden daher bereits Audio und VGA zu Mainboardproduzenten abgeworben, um mit den neuen technischen Innovationen, die gefordert sind, umgehen zu können.  Auch das Design des AMR-Steckplatzes (Audio-ModemRiser Card) verlangt nach vordem neuen Know-how in der Branche.  Hier allerdings hat sich herausgestellt, dass obwohl bisher sämtliche i810 Boards diesen Standard integrieren, nur sehr wenige solcher Zusatzkarten tatsächlich produziert wurden.  Soyo beispielsweise bietet eine solche Karte mit V90 Modemfunktion an.

Nun aber zum den Spezifikationen selbst, wie man sie auf den neuen i810 basierenden Hauptplatinen finden wird.  Wie aus der obigen Tabelle bereits hervorgeht, bestanden konventionelle Chipsätze in der Vergangenheit in der Regel aus zwei Komponenten.  Zum einen der sogenannten Northbridge und zum anderen der Southbridge.  Beim neuen Design des i810 wird eine Dreifaltingkeit eintreten.  

FWH

Die größte Neuerung wird hierbei im FWH (firmware hub) bestehen.  Diese Komponente wird das BIOS des Motherboards und der Grafikintegration beheimaten.  Darüber hinaus ist auch der neue Zufallsgenerator hier untergebracht.  Im Unterschied zu früheren Ansätzen handelt es sich bei diesem RNG (random number generator) um einen Zufallszahlengenerator auf Hardwarebasis.  Womit eine noch größere Sicherheit in diesem Bereich erziehlt werden soll.  Sinn und Zweck des RNG liegt in der Anwendung in Zusammenhang mit Verschlüsselungen, die insbesondere Transaktionen über das Internet wesentlich sicherer gestalten sollen.  Indem innerhalb des Generators ein elektrisches Rauschen entsteht, ist eine Nachvollziehbarkeit des so erzeugten Zahl wesentlich schwieriger zu bewerkstelligen, als das noch durch Softwaregenerierung der Fall ist. 

Indem das BIOS des Mainboards und der Grafik zusammen gefaßt werden, wird es in Zukunft also auch noch weniger Kompatibilitätsprobleme in diesem Bereich geben.  Das gilt freilich nur in dem Maße, als die Mainboardhersteller Experten mit ausreichender Expertise in beiden Gebieten aufweisen können.

GMCH

Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um die herkömmliche North Bridge.  GMCH steht für graphic and memory controller hub.  Die Grafik ist, wie bereits erwähnt, bereits integriert und ersetzt hierbei den AGP Controller der noch bei LX und BX Chipsatz hier ansässig war.  Das Grafikkonzept lautet bei Intel in diesem Falle DirectAGP, da es sich nicht um eine echte AGP-Grafik handelt.  Auch gibt es auf den Board keine AGP Steckplätze.  Der Einsatz von PCI-Grafikkarten ist ebenfalls nicht vorgesehen. Das ist für spezialisierte Anwender, die gerne mit mehreren Monitoren arbeiten sicherlich ein Manko.  Das insbesondere da seit Windows 98 die Möglichkeit besteht, bis zu neun Monitoren an den PC anzuschließen.  Obwohl laut Intel-Spozifikationen ein TV-Out Anschluß möglich ist, findet sich dieser in der Regel auf den Mainboards nicht.   Der Grund ist klar.  Der 810er ist nicht für Poweruser gedacht, sondern eher eine Lösung für Unternehmen oder Institutionen, die wohl einen gewissen Grad an Multimediafähigkeit für ihre neuen PC Systeme wünschen, aber hier bereits mit Standardfeatures gut bedient sind.  Die zwar geringen Zusatzkosten für eine TV Out Komponente ermöglichen es jedoch auch hier noch einmal zu sparen.  Optional wird auch die Bereitstellung von 4MB Grafikspeicher auf dem Board sein.  Es wird lohnenswert sein, bei einem neuen Mainbaordkauf speziell auf die Integration dieses on-board Grafikspeichers zu achten, da sich ansonsten die gesamte Systemleistung des PCs wesentlich veringern wird.

ICH

Die einstige South Bridge wird zum ICH, dem Input/Output Controller Hub.  Diese Komponente ist also maßgeblich dafür zuständig, den Kontakt des isolierten PCs zur Außenwelt herzustellen.  Hierüber laufen die Daten von Festplatten und allen anderen IDE Geräten wie z.B. CD Rom, CD Brenner etc.  Desweiteren hängen PCI (und eventuell ISA, sofern noch vorhanden) USB und Audio an diesem Chip.  Außerdem ist auch der weiter oben besprochene AMR Steckplatz hier angeschlossen. Auch den FDC (Diskettenlaufwerk) Steckplatz wird es weiterhin geben, der über den ICH läuft.  Man erinnere sich, gemäß der EasyPC Initiative, soll dieser ja in der Zukunft wegfallen.  Dieser Wegfall klickt zunächst einmal wohl unrealistisch.  Macht aber auch schon aus sicherheitstechnischen Gründen besonders bei Netzwerken von Großfirmen oder Institutionen Sinn.  Desweiteren steht diese Entwicklung ganz im Lichte des Gedanken, dass das Internet in Zukunft der PC sei.  Im übrigen sehen wir auch bereits die Entwicklung bei PDAs und in Verbindung der Infrarotschnittstelle, die seit kurzem auch eine größere Verbreitung finden.

Bei den USB Anschlüssen handelt es sich leider auch weiterhin noch nicht um den 2.0 Standard, der wohl erst innerhalb des nächsten Jahres auf Chipsätzen integriert wird.  Der PCI Bus allerdings erfährt bereits eine Bandbreitenverdoppelung von den ehemals 133 MB/Sekunde auf flotte 266 MB/Sekunde.  Engpässe in der Kommunikation zwischen modernen Festplatten und Mainboard werden nun endlich auch auf Intel Chipsatz-basierenden Boards durch die Implementierung des neuen ATA66 (auch UltraDMA/66 genannt) gelöst.  VIA bot diese Feature bereits wesentlich früher.  Aber auch ABIT fand eine innovativen Weg ATA66 schon auf BX Chipsatz Mainboards zu integrieren, so z.B. auf dem BE6 und dem Dual Celeron Board dem BP6.

<== Einleitung

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